NARBEN AUS GOLD – Schortbrief 14 im Schuljahr 2025/26

Bild: Markus Althoff mit KI-Unterstützung

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Was für ein Satz, der uns da aus der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Bibel, mit auf den Weg durch das Jahr 2026 gegeben wird.

Nicht: Keine Sorge, wird schon nicht so schlimm werden; nicht: Ist doch noch immer gut gegangen; oder: Das bekommen wir schon irgendwie hin. Sondern: Präsens, Indikativ, Ausrufezeichen.

ICH MACHE ALLES NEU! – Eine Zusage, kein Vertrösten; keine Möglichkeit, sondern eine Feststellung.

Die gilt auch und gerade dann, wenn es nicht gutgeht, wenn wir es nicht hinbekommen, wenn uns Sorgen umtreiben und es schlimm wird. Dann ist der da, der uns aufrichtet und zuflüstert: Das ist nicht das Ende!

Ein passendes Bild dafür ist die „vernarbte“ Teeschale: Zerbrochen und nach dem japanischen KINTSUGI Grundsatz wieder zusammengefügt:

„Kintsugi 金継ぎ ist die japanische Kunst, Zerbrochenes wieder zusammen zu setzen. Es bedeutet sprichwörtlich ‚goldenes Zusammensetzen‘. Kintsugi ist eine aufwendige Reparaturtechnik, bei der Keramikstücke wieder zu einem neuen Ganzen zusammengesetzt werden – die Narben werden anschließend mit echtem Gold bedeckt.“ (Quelle)

Neu machen heißt nicht, die Bruchstellen zu übertünchen – nicht die der Teetasse und nicht die unseres Lebens. Neu machen heißt: getragen sein, ganz bleiben, wachsen dürfen – mit all den Brüchen und Narben, die das Leben so mit sich bringt. Ein Segen für das vor uns liegende Jahr.

Den vollständigen Schortbrief gibt es hier: https://www.ev-schule-charlottenburg.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/01/SJ-25-26-ESC-SCHORTBRIEF_14.pdf.

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