Evangelische Schule Charlottenburg

Unser Schulprofil

Als Evangelische Schule wollen wir Kinder und Jugendliche stärken, damit sie ihre Potentiale entfalten und eine gute Grundlage für ihren weiteren Lebens- und Bildungsweg erhalten.
Als Grund- und Sekundarschule (ISS) in freier Trägerschaft begleiten wir junge Menschen von der Einschulung bis zum mittleren Schulabschluss.
Wir möchten Sie mit den wichtigsten Punkten unseres Schulprofils vertraut machen. Fragen beantworten wir gern an unserem Tag der offenen Tür oder in einem persönlichen Gespräch.

Welche Berufsausbildung passt zu mir?

Oder möchte ich nach der 10. Klasse mein Abitur machen? Wir begleiten den Lernprozess der Schüler*innen mit dem Ziel, Antworten auf diese Frage zu gewinnen.

Unsere Schüler*innen der 7. Klassen nehmen am Projekt „Komm auf Tour“ und am „Girls- and Boys-Day“ teil. In der 8. Klasse absolvieren sie eine zweitägige Potentialanalyse sowie ein zehntägiges überbetriebliches Praktikum bei der Schildkröte GmbH. In der 9. Klasse findet das dreiwöchige individuelle Betriebspraktikum statt. Die 10. Klässler*innen durchlaufen ein dreitägiges Bewerbungstraining. Zusätzlich werden die 9. und 10. Klässler*innen eng von unserer Schulberufsberaterin unterstützt und begleitet. Hierfür finden BIZ-Besuche und Sprechstunden in der Schule statt.

Praktische Erfahrungen werden bei uns nicht erst in der Oberschule gesammelt. Bereits in der 6. Klasse engagieren sich die Schüler*innen im diakonischen Bereich.

Was glaubst du? Was glaube ich? Wie wollen wir zusammenleben?

Solche Fragen spielen bei uns eine wichtige Rolle, denn als evangelische Schule sind wir offen für Menschen verschiedener Glaubensüberzeugungen bzw. Weltanschauungen. Evangelische Religionslehre ist bei uns ein Hauptfach. Hier tauschen wir uns über religiöse Überzeugungen aus und besprechen ethische Fragen – mit dem Ziel, sich in einer pluralen Welt sicher und verantwortlich bewegen zu können.

Gemeinsam bereiten wir Andachten und Gottesdienste vor, um sie in den Kirchen unserer Umgebung zu feiern. Dabei werden wir unterstützt von unserer Pfarrerin, die je zur Hälfte in unserer Schule und in der Luisen-Kirchengemeinde arbeitet. Ein besonderes Erlebnis ist das Diakonische Lernen in der 6. Klasse. Hier begegnen wir Menschen in diakonischen Einrichtungen wie Kita oder Altenheim, um mit ihnen zu spielen, zu sprechen und neue Perspektiven kennenzulernen.

Die Sicht auf den ganzen Menschen und die Achtung der Individualität ist uns also besonders wichtig. Das spielt auch eine wichtige Rolle beim Thema Individuelle Förderung.

Wie kann ich am besten lernen?

Damit die Schüler*innen Antworten auf diese Frage finden können, leben wir Inklusion. In den Jahrgangsklassen der Grundschule schaffen Teams aus Klassenlehrer*in und Bezugserzieher*in einen sicheren Raum für ein nachhaltiges Lernen. Die Erzieher*innen übernehmen auch die Nachmittagsbetreuung. Mehr dazu lässt sich unter Offene Ganztagsschule nachlesen. In der Oberschule besteht die Klassenleitung aus zwei Tutor*innen. Unsere Sonderpädagoginnen führen Diagnostik und Beratung durch. Bei Bedarf gewährleisten sie eine individuelle Unterstützung in allen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten von Klasse 1-10. Eine alternative Förderung ist durch die Kooperation mit Intellego gewährleistet. Das Institut bietet Nachhilfe nach der Schule in der Schule an. Die Nachhilfelehrer*innen können sich mit den Fachlehrer*innen absprechen, die Schüler*innen müssen keine zusätzlichen Fahrtzeiten auf sich nehmen.

Neue Möglichkeiten zur individuellen Förderung schafft die Lernplattform itslearning. Mehr dazu steht unter Medienbildung.

Wie kann ich zukunftsorientiert lernen?

Uns ist es wichtig, dass die Kinder in der Grundschule eine eigene, flüssige Handschrift ausprägen, weshalb wir auf den Einsatz von Computern in den ersten Schuljahren bewusst verzichten. Ab der 4. Klasse können die Klassen gemeinschaftlich einen PC nutzen, der von den Lehrkräften oder Eltern gewartet wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, für einzelne Stunden den Computerraum zu nutzen – zum Beispiel für die Nutzung der Leseförderung „Antolin“. Die Klassen der Oberschule nutzen häufiger den Computerraum. Außerdem arbeiten wir derzeit an einem Klassensatz Tablets. Alle unsere Klassen sind inzwischen mit Whiteboards plus Beamer und teilweise auch mit Smartboards ausgestattet.

In der 8. Klasse findet für alle ein verpflichtender Computerkurs (ITG) statt. In der zehnten Klasse vertiefen die Schüler*innen des Wahlpflichtsfaches „Arbeitslehre“ Grundkenntnisse am Computer in Word, Power-Point und Excel. Ein besonderes Highlight ist das Programmieren von Maze Games.

Seit 2019 lernen, lehren und kommunizieren wir über die Plattform „it’s learning“. Hier können die Lehrkräfte Kurse erstellen, um Arbeitsmaterialien bereitzustellen, individuelle Lernwege und Leistungserfassungen zu konzipieren, Noten einzustellen, einen Hausaufgabenkalender zu führen u.v.m. Eltern, Schüler*innen und Eltern können untereinander und miteinander einen Chat nutzen, um sich auszutauschen – ganz im Sinne des Datenschutzes. Wir versuchen, Offline- und Online-Komponenten im Unterricht sinnvoll miteinander zu verbinden, um ein ausgewogenes und zukunftsorientiertes Lernen zu ermöglichen.

Damit unsere Schüler*innen nicht nur am Computer sitzen, sorgen wir für ausreichend Alternativen, zum Beispiel im musisch-ästhetischen Bereich.

Wo spielt die Musik?

Der musisch-ästhetische Bereich zieht sich durch verschiedene Rubriken unseres Schulprofils. In der Grundschule gehen die Fächer Kunst und Musik zu je zwei Schulstunden in die Stundentafel ein.

Auch in der Sekundarstufe sind die Schüler*innen musikalisch unterwegs. Musik spielt aber auch außerhalb des Unterrichts eine wichtige Rolle: in Gottesdiensten und Andachten, in Arbeitsgemeinschaften, die aktuell in Planung sind, und natürlich bei jeder sonstigen passenden Gelegenheit.

Welches musikalische Highlight die OGS bereithält, erfahren Sie und erfahrt ihr auf der Seite Offene Ganztagsschule (OGS).

Was passiert nach dem Unterricht?

Unsere Offene Ganztagsschule schafft Verbindung und Übergang vom Unterricht zur Nachmittagsbetreuung. Unsere Bezugserzieher*innen unterstützen die Schüler*innen der 1.-4. Klassen beim Lernen in der Schule bzw. im Hort und bieten für alle Schüler*innen der Offenen Ganztagsbetreuung viele spannende Projekte an. Eine Übersicht über unsere Arbeitsgemeinschaften befindet sich auf der Seite Offene Ganztagsschule. Ein paar Besonderheiten erläutern wir hier näher: Einmal in der Woche begleitet ein*e Erzieher*in die Schüler*innen durch die Kinderkonferenz. Hier wird basisdemokratisches Denken und Handeln erprobt, indem die Schüler*innen darüber sprechen, was ihnen an der OGS gefällt und was geändert werden könnte. Tatsächlich wurden einige Änderungswünsche bereits umgesetzt. Bei den Kinder-Konzert-Nachmittagen musizieren Kinder für Kinder. Hier wird Schüler*innen, die ein Instrument spielen oder singen können, die Möglichkeit geboten, Konzerterfahrungen zu sammeln. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Vorführenden und inspiriert die Zuhörer*innen, sich selbst für Musik zu begeistern. Für die betreuten Ferienzeiten wird vom Erzieherteam regelmäßig ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Es umfasst sowohl kulturell interessante Ziele wie Theater-, Kino-, Museums- und Ausstellungsbesuche, als auch sportliche Angebote wie Schwimmen, Schlittschuhlaufen und Klettern im Klettergarten. Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung bieten die Möglichkeit, Natur zu erleben und zu erforschen. Selbstverständlichen finden in dieser Zeit auch innerhalb des Hauses pädagogische Angebote statt. Die Integrationserzieherinnen bieten am Nachmittag eine Förderung bei Dyskalkulie, Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten, Einschränkungen der Konzentrationsfähigkeit, Schwierigkeiten im Bereich Sprechen und Sprache (inklusive der Förderung des sozial-emotionalen Bereichs) an. Durch die Absprache mit den Fachlehrkräften wird die Verbindung von Unterricht und Nachmittagsbetreuung verstärkt.

Gemeinsam mit der Grund- und Oberschule organisiert die OGS Feste und andere Veranstaltungen. Mehr dazu steht auf der Seite Schulleben.

Wie können wir respektvoll miteinander umgehen?

Die schulische Prävention umfasst alle Ziele und Maßnahmen für ein gutes Schulklima. Alle Schüler*innen und das gesamte Lehrpersonal tragen dazu bei, eine Schulkultur zu entwickeln, die auf gegenseitiger Anerkennung, Respekt und Zusammenarbeit aufbaut. Die Handlungsfelder der schulischen Prävention umfassen die Bereiche Gesundheitsförderung, Gewaltprävention, Suchtprävention und soziales Lernen.

Im sozialen Lernen spielt die Frage, wie sich die Schüler*innen engagieren können, eine wichtige Rolle. Im Diakonischen Lernen oder im Klassenrat üben sie, Perspektiven anderer einzunehmen und ihnen zu helfen. Bei Festen und anderen Veranstaltungen können wir auf die Mithilfe aller Klassen zählen – ob beim Aufbau, Verkauf oder Abräumen. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich ausbilden zu lassen.

Einzelne Schüler*innen der Grund- und Oberschule absolvieren eine Ausbildung zum Konfliktlotsen oder zur Konfliktlotsin. Manche Schüler*innen der 9. und 10. Klassen nehmen die Herausforderung an und lernen in ihrer Freizeit viel dazu, um dann als Schulsanitäter*innen zu helfen. Andere Schüler*innen der Oberschule engagieren sich im Schulkiosk. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen engagierten Kindern und Jugendlichen für die großartige Unterstützung bedanken.

Wenn soziale Situationen zu einer echten Herausforderung werden, finden Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte Unterstützung bei der Schulsozialarbeiterin. Mehr dazu steht unter Schulsozialarbeit.