Musische Neigungsfächer
Die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen haben keinen Musik- und Kunstunterricht mehr, sondern können verschiedene Musik- und Kunstkurse belegen, die man halbjährlich wechselt. Folgende Kurse werden zurzeit angeboten:
- Bildende Kunst
- Museen und Kunstausstellungen in Berlin
- Darstellendes Spiel
- Mosaikarbeiten
- Fotografie
- Werken
- Textiles Gestalten
- Hauswerk
- Tanz
- Musiktheorie
- Band
- Kulturelles Leben in Berlin: Oper
Den meisten Schülern der 9. Und 10. Klassen gefällt dieses Auswahlsystem besser als ein regulärer Unterricht.
Beispiele aus dem Kurs "Museen und Kunstausstellungen in Berlin"
Im Schuljahr 2010/2011 stand dieser Kurs unter dem Thema „50 Jahre Mauerbau und Mauerfall“. Das Museum, das wir als erstes besuchten, war das Mauermuseum am Checkpoint Charlie, in dem wir Geschichten und Geschehnisse um die Mauer und originale Objekte gelungener Fluchten zu sehen bekamen. „ Als wir uns die Fluchtmöglichkeiten angesehen haben, war ich erstaunt, denn ich wusste nicht, dass Menschen geflüchtet sind, indem sie einen Tunnel gegraben haben.“ „Es gab aber auch Fluchten über die Mauer und im Auto durch die Kontrollen. Wir sahen einen Film, in dem eine Familie eine Flucht über die Mauer mit einem selbst zusammen gebauten Heißluftballon geplant hatte und sie vollzog.“
Eine Woche später besuchten wir die Ausstellung „Aus anderer Sicht“, diese Ausstellung zeigte die Berliner Mauer aus „ anderer Sicht“, aus der Sicht der Grenzsoldaten.
Die Grenzsoldaten fotografierten die Mauer, um den schlechten Zustand der aus unterschiedlichsten Materialien bestehenden Mauer zu dokumentieren. Diese Porträtaufnahmen der Mauer haben wir uns angeschaut. In der Ausstellung konnte man außerdem noch Fluchtskizzen sehen, die von den Grenzern gezeichnet wurden.
Die Gedenkstätte in der Bernauer Str. befindet sich am Nordbahnhof in Berlin-Wedding. Die Außenausstellung ist seit Frühjahr 2010 geöffnet. Das Besondere an dem Grenzübergang in der Bernauer Straße ist, dass die Fassaden von Wohnhäusern auf der Ostberliner Seite die Grenzlinie bildeten. Später wurden die Fenster dann zugemauert. Viele Bewohner wurden hier umgesiedelt. An der oben im Bild zu sehenden Tafel kann man der Opfer der Mauer gedenken.
Die Willkür des DDR Regimes lernten wir im Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen kennen.
Das Stasi Gefängnis Berlin - Hohenschönhausen
Die Gedenkstätte- Berlin Hohenschönhausen befindet sich an einem Ort, der wie kaum ein anderer in Deutschland mit der 44 jährigen Geschichte der politischen Verfolgung in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR verknüpft ist. Die Lebensbedingungen im Lager waren katastrophal. Auf engstem Raum waren zeitweise über 4.200 Menschen zusammengepfercht. Zwischen Juli 1945 und Oktober 1946 kamen 886 Menschen ums Leben. Das Internierungslager wurde nach dem zweiten Weltkrieg eingerichtet. Anfang der fünfziger Jahre übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) das Gefängnis und nutzte es bis 1990 als zentrale Untersuchungshaftanstalt. Die Führungen werden von ehemaligen Häftlingen gemacht. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Häftlinge damals leben mussten.














